das Chamäleon

das Chamäleon 2017-05-21T15:18:28+00:00

Unser Motto ist:

Kommen Sie auf uns zu. Wir bekennen Farbe. 
Die Begegnung wird zu einem echten Erlebnis.ch4

Daher passt das Chamäleon so gut zu uns, denn:

Flexibilität ist Teil seines genetischen Programmes. Mit vollkommener Konzentration und optimalem Einsatz seiner Kräfte erreicht es sein Ziel. Seine Augen haben die gesamte Umgebung im Visier. Das Augenmaß funktioniert perfekt. Fehlschüsse kommen nie vor. Es ist zäh und langlebig und stellt sich mühelos auf immer neue Bedingungen ein.

  • Chamäleons sind seit gut 200 Millionen Jahren auf Erden heimisch.  Lange Zeit waren die Saurier ihre Zeitgenossen.
  • Sie leben im Süden der Iberischen Halbinsel, in Arabien, Indien, Sri Lanka, Madagaskar und hauptsächlich in Afrika, wo etwa die Hälfte der 90 Chamäleonarten zu Hause ist.
  • Chamäleons sind wechselwarme Tiere. Ihre Lebensgeister hängen von der Temperatur ihrer Umgebung ab.
  • Die alten Griechen nannten sie chamaileon, was Erdlöwe bedeutet. Sie schrieben ihnen herausragende Eigenschaften zu. Bestimmte Körperteile wurden beispielsweise in Ritualen verwendet, um Platzregen und Donner zu erzeugen oder um Wechselfieber zu heilen.
  • Das Auge des Chamäleons ist ein todsicheres Zielmessgerät. Den Kuppelaugen entgeht keine Bewegung, denn sie können unabhängig voneinander operieren und sind sehr scharfsichtig. Der Panoramablick gewährt optimale Sicherheit und reiche Beute. Die Lochblende der Pupille stellt die Tiefenschärfe ein, das Gehirn registriert den Grad der Linsenkrümmung und bestimmt daraus die Distanz zum Opfer.
  • Jeder Schuss mit der Zunge ist ein Treffer. Nur mit einer Kamera kann der schnelle Ablauf sichtbar gemacht werden: Der Zungentorpedo schießt aus dem Drachenmaul hervor, die Spitze der Zunge stülpt sich wie ein Saugnapf über ein Insekt. Beim Einholen der Beute kontrahieren sich die Längsmuskeln des Zungenschlauchs und ziehen die Beute in den weit aufgerissenen Rachen. Der ganze Vorgang dauert nicht länger als eine Zehntelsekunde.
  • Signalisiert eines der beiden Kugelaugen dem Gehirn eine Gefahr, so erstarrt das Tier mitten in der Bewegung. Für eine Viertelstunde oder länger bleibt es reglos.
  • Beim afrikanischen Bergchamäleon kommt der Nachwuchs in einer durchsichtigen Eihülle auf die Welt. Eine halbe Stunde nach der Geburt lauert die vollentwickelte Drachenbrut schon auf Insekten. Bald schießen sie so sicher wie die Alten.
  • Rückenkammzacken, Schwanzsegel, Hörner, Zapfen, Helm und Kopflappen und die farbliche Anpassung an die Umgebung verwendet das Chamäleon, um seine Konturen einem Vexierbild gleich in der Umgebung aufzulösen und optisch zu verschwinden.
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  • Die Intensität der Farbspiele wird von Nervenimpulsen ausgelöst, die den Farbzellen den Befehl zur Ballung oder Ausbreitung von Pigmentkörperchen geben. Die hellen Zellen liegen im äußeren Bereich der Schuppenhaut, die mit schwarzen Körperchen im unteren. Die Farbenvielfalt entsteht durch die unterschiedliche Aktivierung der einzelnen Zelltypen und deren Überlagerung.
  • Nachts schlafen Chamäleons ungetarnt. Ohne Licht und bei kühlen Temperaturen ist ihre Haut gleichmäßig hell.
  • Morgens sind sie oft damit beschäftigt, sich aufzuheizen. Dazu tönen sie sich so dunkel wie möglich und pumpen ihre großen Lungen und schlauchförmigen Blindsäcke voll Luft, um die Körperoberfläche zu vergrößern. Erst bei der richtigen Betriebstemperatur hat die Schleuderzunge ihre unerbittliche Treffsicherheit und die mörderische Geschwindigkeit.
  • Chamäleons schalten nur die Hautzellen auf dunkel, die direkt von der Sonne getroffen werden. Hinter einem vorgehaltenen Gegenstand bleibt die Haut hell.
  • Steigen die Temperaturen in der Savanne oder Wüste auf mehr als 30° C, dann ist das auch für Chamäleons zu viel. Sie wechseln die Farbe und werden hell, manche Arten fast weiß. Um sich Kühlung zu verschaffen, reißen sie den Rachen weit auf und hecheln wie ein Hund.
  • Die Fähigkeit ihr Äußeres zu verändern, die Form- und Farbenspiele ihrer Haut sind auch Ausdruck der Gemütslage.
  • Der Beißerei bei einem Revierkampf gehen prächtige Farbspiele und ein im wahrsten Sinne des Wortes aufgeblasenes Imponiergehabe voraus.  Anschließend nehmen sie sich gegenseitig auf die Hörner und können sich dabei mit den Knochenzapfen erhebliche Verletzungen beibringen.
  • Auch dem Wunsch nach einer Partnerin geben die Chamäleon-Männchen mit Farbe Ausdruck. Es zeigt dann seine schönste Färbung. Abwehrend färben sich die Kopfschuppen der Drachendamen zunächst rot.